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Wassertag
 
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Wanderausstellung 2009:

«Sanitäre Grundversorgung: Die Schweiz engagiert sich»

 

Eine Wanderausstellung des Bundesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Kampagnenteam DEZA, BAG, SECO, Eawag, VSA und Grese

 

Freitag, 18. September 2009 bis Freitag, 02. Oktober 2009

jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr im Foyer vor dem Gemeindesaal, Gemeindehaus Samedan

 

 

Dank dem guten Ausbaustandard der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) bestehen in der Schweiz heute keine hygienischen Probleme mehr infolge Abwasser. Die Wasserqualität der Schweizer Bäche, Flüsse und Seen ist in einem guten Zustand. Obwohl die hygienischen und ökologischen Probleme in der Schweiz zum grössten Teil behoben sind, steht die Abwasserentsorgung mit dem Problem der Mikroverunreinigungen und dem Werterhalt der Infrastruktur der Siedlungsentwässerung vor weiteren Herausforderungen. Nach wie vor gelangen durch unseren alltäglichen Gebrauch Rückstände von Chemikalien, die mit herkömmlicher Technik in der ARA nicht reduziert werden können, in die Gewässer. Dort, wo der Anteil an gereinigtem Abwasser hoch ist, können einzelne Stoffe Konzentrationen erreichen, welche Gewässerorganismen beeinträchtigen können. Es werden auch schwer abbaubare Stoffe im Grundwasser nachgewiesen. Diese könnten künftig eine Herausforderung für die Trinkwasseraufbereitung darstellen.

 

Im Rahmen des Projektes «Mikroverunreinigungen in den Gewässern» werden Entscheidungsgrundlagen für eine gesamtschweizerische Strategie bezüglich Mikroverunreinigungen aus der Siedlungsentwässerung erarbeitet. Es werden dabei unter Anderem in gross angelegten, technischen Versuchen einzelne bestehende Abwasserreinigungsanlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe (z.B. Ozonierung, Pulveraktivkohle) aufgerüstet. Ausserdem werden Massnahmen in der Siedlungsentwässerung, z.B. Vorbehandlung von Spitalabwasser, beurteilt.

 

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Lösungen mit technischen Massnahmen zur Eliminierung der Mikroverunreinigungen ist eine funktionierende und intakte Infrastruktur der Kanalisationsnetze und der Kläranlagen. Damit der Werterhalt gewährleistet werden kann, müssen dafür die notwendigen Finanzmittel rechtzeitig und längerfristig verfügbar sein. In einem ersten Schritt sollen Bevölkerung und Gemeinden für die Bedeutung des Werterhaltes der Infrastruktur und deren Bedeutung für zukünftige Massnahmen zur Verringerung der Mikroverunreinigungen sensibilisiert werden.

 

 

Flyer zur Ausstellung »